Dass Marketing "Führen eines Unternehmens vom Markt her" bedeutet, hat sich herumgesprochen. Dass Marketing nicht in der Verkaufsabteilung aufhört, sondern auch die Bereiche Finanzen (Kostenrechnung und Kalkulation) und Fertigung einbeziehen muss, wird vielfach gröblich missachtet.
Das hatte und hat noch zur Folge, dass in vielen Betrieben oft Absatzpläne ohne Rücksicht auf vorhandene Produktions Ressourcen und deren Auslastung erstellt wurden und werden. PPS-Systeme planen, soweit vorhanden, die Produktionsauslastung ausgehend von dem vertraglich vereinbarten Liefertermin, ohne Rücksicht auf die für die einzelnen Aufträge erzielten Deckungsbeiträge zu nehmen.
Bei stagnierendem oder rückläufigem Geschäft muss die Produktionsleitung dann sehen, wie sie mit ihren Ressourcen zurechtkommt. Verliert der Vertrieb Aufträge, wird versucht, die Kostenremanenz durch Entlassungen auszugleichen.
Mit einer gezielten, marktgerechten Preispolitik bei ausreichenden Deckungsbeiträgen Aufträge zu sichern und damit die vorhandenen Kapazitäten optimal auszulasten, scheitert oft an der Komplexität der dafür notwendigen Berechnungen und/oder dem häufig verwendeten Argument: "über den Preis verkaufen kann jeder". Es geht aber auch anders:
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